Cellulite Typen

Cellulite als unschönes Erscheinungsbild unserer Haut kann in unterschiedliche Schweregrade eingeteilt werden. Denn Cellulite ist nicht gleich Cellulite, es gibt unterschiedliche Typen. Diese unterscheiden sich in ihrer Ausprägung voneinander. Ausschlaggebende Faktoren sind hierbei:

  • die Anzahl der Cellulite-Dellen
  • die Tiefe der Cellulite-Dellen
  • die generelle Unebenheit der Hautstruktur
  • der Grad der Hautschlaffheit

Schwangerschaftsstreifen und Fettdepots zählen nicht zu den Erscheinungsformen der Cellulite, auch wenn dies häufig angenommen wird.

Cellulite Typ 0

  • keine Dellen sichtbar im entspannten Zustand
  • keine Dellen sichtbar bei Anspannung des Muskels
  • keine Dellen sichtbar im Liegen

Das Bindegewebe ist normal und die Bindegewebsstränge sind elastisch. Keine Cellulite vorhanden.

Cellulite Typ 1

  • leichte Dellen sichtbar im entspannten Zustand
  • Dellen sichtbar bei Anspannung des Muskels
  • keine Dellen sichtbar im Liegen

Es handelt sich hier um eine leichte strukturelle Cellulite.

Das Volumen des Fettgewebes hat leicht zugenommen und die Bindegewebsstränge sind teilweise verkürzt. Vor allem durch das Zusammendrücken oder Anspannen der Haut sind die Dellen sichtbar.

Cellulite Typ 2

  • Dellen sichtbar im entspannten Zustand
  • Dellen sichtbar bei Anspannung des Muskels
  • durch Hochziehen der Haut im Stehen bleiben die Dellen sichtbar
  • keine Dellen sichtbar im Liegen

Es handelt sich hier um eine mittlere strukturelle Cellulite.

Das Volumen des Fettgewebes nimmt weiter zu und ein erster Ansatz einer Fibrose an den Bindegewebssträngen entsteht. Der Anstieg des Volumens der Fettzellen verursacht eine Kompression der kleinen Blut- und Lymphgefässe.  Erste Unregelmässigkeiten sind bei Berührung zu beobachten.

Cellulite Typ 3

  • starke und viele Dellen sichtbar im entspannten Zustand
  • starke und viele Dellen sichtbar bei Anspannung des Muskels
  • Dellen sichtbar im Liegen
  • Verhärtungen und Knötchen unter den Dellen können an einigen Stellen spürbar sein

Es handelt sich hierbei um eine starke strukturelle Cellulite.
Die Fibrose an den Bindegewebsfasern ist fortgeschritten, man kann von fibrösen Septen sprechen. An einigen fibrösen Bindegewebssträngen haben sich bereits Knötchen gebildet. Aufgrund des fortlaufenden Volumenaufbaus des Fettgewebes sind die Dellen immer deutlicher sichtbar. Auch ohne Abtasten sind Unregelmässigkeiten in der Haut zu sehen. Die Lymph- und Blutgefässzirkulation ist an einigen Stellen bereits stark eingeschränkt. Die Beine können schwer werden und es kann vereinzelt zu Schmerzen kommen.

Zusätzlich zu den Dellen kann an einigen Stellen auch Hautschlaffheit auftreten. Durch das Hochziehen der Haut verschwinden die Hautunebenheiten an diesen Stellen teilweise oder sogar ganz. Sollte dies der Fall sein, handelt es sich nicht um eine strukturelle Cellulite mit ihren Cellulite-Dellen. Die Hauterschlaffung steht im Vordergrund. Das Bindegewebe hat an Stabilität verloren. Dies ist vor allem ein natürliches Phänomen des Alterns, und im Gegensatz zu Cellulite-Dellen können hiervon auch Männer betroffen sein.